21 March 2026, 18:01

FDP will dreigliedriges Schulsystem in MV wiederbeleben – doch droht sie an der Fünf-Prozent-Hürde zu scheitern?

Alte Karte von St. Louis, Missouri, mit hervorgehobener Lage der Fairbault High School und gedrucktem Text und Zahlen zum Schulgrundriss.

FDP will Haupt- und Realschule wieder einführen - FDP will dreigliedriges Schulsystem in MV wiederbeleben – doch droht sie an der Fünf-Prozent-Hürde zu scheitern?

Die Freie Demokratische Partei (FDP) in Mecklenburg-Vorpommern hat vor der Landtagswahl am 20. September ihre Bildungspolitik vorgestellt. Die Partei setzt sich für die Abschaffung der Regionalen Schule – ein Modell, das Haupt- und Realschule zusammenführt – und die Rückkehr zu einem dreigliedrigen Schulsystem ein. Da aktuelle Umfragen die FDP unter der Fünf-Prozent-Hürde sehen, kämpft sie um den Wiedereinzug in den Landtag.

In ihrem Landeswahlprogramm fordert die FDP die Abschaffung der Regionalen Schule, die seit ihrer Einführung im Jahr 2002 die allgemeine und mittlere Schulbildung vereint. Stattdessen will die Partei die traditionelle Hauptschule und Realschule neben dem Gymnasium wieder einführen. Dieser Vorschlag ist Teil ihres größeren Vorhabens, mehr Wahlfreiheit im Schulsystem zu schaffen.

Bundesvorsitzender Christian Dürr positioniert die FDP als "radikale Alternative zu mehr vom Gleichen" in der deutschen Politik. Er schlug vor, zwei Jahre vor der Einschulung strengere Sprachtests durchzuführen, um sicherzustellen, dass Kinder über ausreichende Deutschkenntnisse verfügen. Zudem plädierte Dürr für einfachere Regeln bei Arbeitsvisa und betonte, dass der Zugang zu Beschäftigung in Deutschland leichter sein sollte als der Bezug von Arbeitslosengeld.

Im Bereich der Förderschulen plant die FDP, die bestehenden Einrichtungen beizubehalten, den konfessionellen Religionsunterricht jedoch durch ein neutrales Fach zu ersetzen, das alle Glaubensrichtungen abdeckt. Der Spitzenkandidat der Partei in Mecklenburg-Vorpommern, Jakob Schirmer, unterstrich, dass Freiheit im Mittelpunkt des Wahlkampfs stehen müsse. Die Landes-FDP hat jedoch nicht dargelegt, wie sich ihr Modell im Vergleich zu anderen Bundesländern bewerten lässt oder ob es Überschneidungen mit den Positionen von Schwesterparteien zu ähnlichen Schulreformen gibt.

Intern wird die FDP auf ihrem Bundesparteitag im Mai über einen Antrag debattieren, der Neuwahlen für den Bundesvorstand fordert.

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Das Bildungsprogramm der FDP stellt einen deutlichen Bruch mit dem aktuellen Schulsystem in Mecklenburg-Vorpommern dar. Sollte die Rückkehr zum dreigliedrigen System umgesetzt werden, würde dies die weiterführende Bildung im Land grundlegend verändern. Nun muss die Partei die Wähler von ihren Plänen überzeugen – oder riskiert, erneut nicht im Landtag vertreten zu sein.

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