FC Erzgebirge Aue steckt nach 1:2-Niederlage tief im Abstiegsstrudel der 3. Liga
Ella HuberAbstieg droht: Erzgebirge Aue verliert in Mannheim - FC Erzgebirge Aue steckt nach 1:2-Niederlage tief im Abstiegsstrudel der 3. Liga
FC Erzgebirge Aue rutscht mit 1:2 gegen Waldhof Mannheim weiter in den Abstiegskampf der 3. Liga
Die Bemühungen des FC Erzgebirge Aue, den Abstieg aus der 3. Liga abzuwenden, haben durch die 1:2-Niederlage gegen den SV Waldhof Mannheim einen weiteren Dämpfer erhalten. Die Niederlage verlängert die sieglose Serie des Vereins seit Dezember – seit Monaten wartet der Klub vergeblich auf einen Sieg. Mit nur noch acht ausstehenden Spielen sehen die Überlebenschancen in der Liga inzwischen äußerst düster aus.
Aue startete gut in die Partie: Marvin Stefaniak brachte die Sachsen in der 44. Minute mit 1:0 in Führung. Doch Mannheim kämpfte sich zurück – Lovis Bierschenk glich in der 50. Minute aus, ehe Terrence Boyd in der Nachspielzeit mit dem 2:1 den späten Siegtreffer erzielte.
Die Pleite vertieft Aues Abstiegsnot. Der Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz könnte bald auf über zehn Punkte anwachsen – ein Entkommen aus der Abstiegszone erscheint damit nahezu unmöglich. Seit dem Abstieg aus der 2. Bundesliga in der Saison 2022/23 steckt der Verein in finanziellen Turbulenzen: Das Budget wurde von einst 18 Millionen Euro auf einen Bruchteil gekürzt.
Um die Finanzen zu stabilisieren, hat Aue die Ausgaben radikal reduziert, Spieler verkauft und 2024 ein Fan-Aktienmodell eingeführt. Zudem laufen Verhandlungen mit neuen Sponsoren und Investoren, um bis zur Saison 2026/27 wieder ein Budget von 10 Millionen Euro zu erreichen. Trotz der Einschnitte betont die Vereinsführung, die professionellen Strukturen aufrechterhalten zu wollen – die Planung reicht dabei bis Sommer 2027.
Eigentlich hatte der Klub gehofft, schnell zurückzukommen und den Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga zu schaffen. Doch mit dem drohenden Abstieg in die Regionalliga sind diese Pläne nun vom Tisch.
Am finanziellen Sanierungsplan hält Aue zwar fest, doch der Fokus liegt nun auf Schadensbegrenzung. Der Verein muss sich auf die vierte Liga einstellen, während gleichzeitig der Wiederaufbau vorangetrieben wird. Mit nur noch acht Spielen ist das Schließen einer zweistelligen Punktelücke jedoch kaum noch realistisch.






