05 June 2026, 10:52

EU-Zollreform macht Online-Einkäufe aus Drittländern deutlich teurer

Ab dem 1. Juli: Online-Einkauf bei Händlern außerhalb der EU wird teurer

EU-Zollreform macht Online-Einkäufe aus Drittländern deutlich teurer

Einkäufe bei Händlern außerhalb der EU werden für Verbraucher teurer

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Ab 2023 steigen die Preise für EU-Kunden, die bei Nicht-EU-Händlern bestellen. Neue Vorschriften führen schrittweise zusätzliche Gebühren und Steuern auf günstige Einkäufe ein. Ziel ist es, bis 2028 alle Sendungen der Zollkontrolle zu unterwerfen – doch damit könnten manche Schnäppchen an Attraktivität verlieren.

Seit dem 1. Juli 2023 unterliegen Online-Bestellungen aus Drittländern strengeren Kontrollen. Während Waren innerhalb der EU in der Regel ohne Zusatzkosten geliefert werden – mit Ausnahmen wie Kaffee, Alkohol und Tabak –, fallen bei Importen aus Nicht-EU-Ländern nun zusätzliche Abgaben an. Auch Rücksendungen gestalten sich schwieriger, da Verbraucherschutzbestimmungen für ausländische Händler oft nicht gelten.

Ab dem 1. November 2026 wird eine neue Zollgebühr auf Sendungen unter 150 Euro erhoben. Die Europäische Kommission legt die genaue Höhe fest, doch Käufer müssen mindestens 3 Euro pro Produktkategorie zusätzlich zur Einfuhrumsatzsteuer zahlen. Das könnte vor allem günstige Artikel deutlich verteuern und manche Einkäufe unwirtschaftlich machen.

Bis 2028 plant die EU, alle eingehenden Sendungen zu überprüfen – dann fallen Zollabgaben bereits ab dem ersten ausgegebenen Euro an. Bis dahin hilft eine Online-Rechner der Zollverwaltung, die voraussichtlichen Kosten abzuschätzen. Verbraucher sollten vor dem Kauf die rechtlichen Hinweise und Versandbedingungen des Händlers prüfen, da dort mögliche Zusatzkosten aufgeführt sind.

Die Änderungen führen schrittweise dazu, dass alle Bestellungen aus Nicht-EU-Ländern zollrechtlich erfasst werden. Für Käufer könnte das höhere Kosten, weniger Schutz und mehr Aufwand bei Rücksendungen bedeuten. Vorerst hilft es, Gebühren im Voraus zu prüfen und den Standort des Verkäufers zu kennen, um böse Überraschungen zu vermeiden.

Quelle