29 April 2026, 14:05

Energiekrise treibt Ölpreise und Lebenshaltungskosten auf Rekordniveau

Plakat mit dem Text "Aufgehobene verbleibende Öl- und Gas-Leasen im Arctic National Wildlife Refuge" mit Bildern von Solarpanelen und Windrädern gegen einen bewölkten Himmel.

Energiekrise treibt Ölpreise und Lebenshaltungskosten auf Rekordniveau

Die globale Energiekrise treibt die Kosten für Treibstoff, Lebensmittel und Transport in die Höhe. Millionen weitere Menschen könnten von Hunger bedroht sein, während die Ölpreise auf hohem Niveau verharren. Gleichzeitig verzeichnen Ölkonzerne Rekordgewinne, während Regierungen darum ringen, Energiepolitik und öffentliche Sorgen in Einklang zu bringen.

Die Krise hat ihre Ursachen unter anderem in politischen Spannungen mit dem Iran, die auf Maßnahmen des früheren US-Präsidenten Donald Trump und des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu zurückgehen. Mit steigenden Ölpreisen ziehen auch die Kosten für Düngemittel, Schifffracht und Grundnahrungsmittel an. Weltweit müssen Milliarden Menschen mehr für Treibstoff bezahlen – die Angst vor einer Verschärfung der Ernährungsunsicherheit wächst.

Deutschland hat bereits Schritte eingeleitet, um die Lage zu entschärfen. Nach dem Russland-Ukraine-Krieg führte die Bundesregierung eine Übergewinnsteuer für Energieunternehmen ein und nahm so rund 2,5 Milliarden Euro ein. Dennoch bleibt die Besorgnis in der Bevölkerung groß: Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass sich fast 80 Prozent der Deutschen durch die Abhängigkeit von importierten fossilen Brennstoffen bedroht fühlen. Zudem plant die Regierung, die Förderung für kleine Solarprojekte ab 2025 zu streichen – ein Schritt, der das Wachstum der erneuerbaren Energien bremsen könnte.

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Anderswo treibt Südkoreas Präsident den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen voran. Die neuen Pläne umfassen den Ausbau der Stromnetzinfrastruktur und die Einführung eines "Solar-Einkommens"-Modells, um die Nutzung erneuerbarer Energien zu fördern. Auch China verzeichnet einen Boom bei Solarpaneel-Exporten: Die Ausfuhren verdoppelten sich im März 2024 im Vergleich zum Vormonat.

Trotz der Krise florieren die Ölmultis weiter. Der Nettogewinn von BP verdoppelte sich im frühen Jahr 2024 nahezu und erreichte 2,7 Milliarden Euro. Kritiker werfen den Konzernen vor, die steigenden Kosten an die Verbraucher weiterzugeben, während die Gewinne bei wenigen Unternehmen konzentriert bleiben.

Die Energiekrise verändert weltweit Politiken und Volkswirtschaften. Regierungen passen Subventionen, Steuern und Anreize für erneuerbare Energien an, um die Belastung zu mildern. Doch solange die Ölpreise hoch bleiben, wird die finanzielle Belastung für Haushalte und Unternehmen voraussichtlich anhalten.

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