15 March 2026, 06:02

Energieberatungen in MV boomen: 3.565 Anfragen im Jahr 2025 verzeichnet

Ein Kreisdiagramm, das den globalen erneuerbaren Energieverbrauch im Jahr 2008 zeigt, unterteilt in Abschnitte für fossile Brennstoffe, Kernenergie, Wasserkraft, Warmwasser, Heizung, Biomasse, Solarenergie, Geothermie und Biokraftstoffe, mit begleitendem Text.

Hohe Nachfrage nach Energieberatung - Energieberatungen in MV boomen: 3.565 Anfragen im Jahr 2025 verzeichnet

Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern verzeichnet starken Anstieg bei Energieberatungen

Im vergangenen Jahr verzeichnete die Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern einen deutlichen Anstieg an Anfragen zu Energiethemen. 2025 führte die Organisation insgesamt 3.565 Beratungen durch, wobei rechtliche Fragen zu Strom- und Gasverträgen einen großen Anteil ausmachten. Besonders stark war die Nachfrage bei einkommensschwachen Haushalten, die mit steigenden Kosten zu kämpfen haben.

Die Zahl der Energieberatungen steigt seit 2021 kontinuierlich an. Damals registrierte die Verbraucherzentrale rund 2.500 Gespräche – inzwischen ist diese Zahl um über 1.000 auf 3.565 im Jahr 2025 gestiegen. Im Schnitt bearbeiteten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an jedem Werktag 14 rechtliche Anfragen, vor allem zu Verträgen für Gas und Strom.

Häufige Themen waren Abrechnungen für Heizkosten, Möglichkeiten der erneuerbaren Energien sowie moderne Heizsysteme. Viele Bürgerinnen und Bürger suchten zudem Hilfe, um ihren Verbrauch zu verstehen und die Kosten zu senken. Wie Wiebke Cornelius, die Geschäftsführerin der Verbraucherzentrale, betonte, hielten neben Energiefragen auch Wohnungsprobleme die Berater das ganze Jahr über in Atem.

Der Service wird über sechs Hauptberatungsstellen und 23 spezielle Energieberatungsstellen im gesamten Bundesland angeboten. Eine Förderung in Höhe von 927.000 Euro durch die Landesregierung sicherte die Fortführung dieser Angebote. Ohne diese finanzielle Unterstützung könnte die Verbraucherzentrale den wachsenden Beratungsbedarf kaum decken.

Angesichts weiterhin hoher Energiepreise ist die Arbeit der Verbraucherzentrale wichtiger denn je. Die Landesmittel ermöglichen es, Bürgerinnen und Bürgern – insbesondere denen mit knappem Budget – kostenlose oder günstige Beratung anzubieten. Die Zahlen des vergangenen Jahres zeigen: Der Bedarf an verständlichen, praxisnahen Informationen zu Energiefragen bleibt unvermindert hoch.

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