Drei deutsche Städte kämpfen um Olympische Spiele 2036 und darüber hinaus
Tim VoigtDrei deutsche Städte kämpfen um Olympische Spiele 2036 und darüber hinaus
Deutschland intensiviert seine Bemühungen, zukünftige Olympische Spiele auszurichten – mehrere Städte sind nun im Rennen. Drei Regionen – München, Köln-Rhein-Ruhr und Berlin – haben sich für die Austragungen 2036, 2040 und 2044 beworben. Der Vorstoß folgt auf wachsende Unterstützung seitens der politischen Führung, darunter auch von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.
Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) wird 2026 seine bevorzugte Bewerberstadt auswählen – ein entscheidender Moment für Deutschlands olympische Ambitionen.
Steinmeier hat sich öffentlich für die Ausrichtung der Spiele 2036 in Deutschland ausgesprochen. Zwar hatte er zuvor Bedenken wegen der historischen Bedeutung dieses Jahres geäußert, doch nun ist er überzeugt, dass alle Beteiligten den Prozess verantwortungsvoll gestalten werden. Seine Unterstützung geht über 2036 hinaus: Persönlich würde er eine Austragung in Deutschland erst 2040 oder 2044 bevorzugen.
Otto Fricke, Präsident des DOSB, begrüßte Steinmeiers Rückendeckung, betonte jedoch, dass der deutsche Sport die Symbolkraft des Jahres 1936 – und damit auch 2036 – unabhängig vom Austragungsort mit der gebotenen Sensibilität behandeln werde. Zudem unterstrich er die Notwendigkeit einer starken politischen Unterstützung, um die Bewerbung auf internationaler Ebene zu stärken.
Im Rennen um die Spiele 2036 hat sich die Ausgangslage leicht verschoben: Zweifel an Katar als Favorit mehren sich. Regionale Konflikte und Sicherheitsbedenken werfen Fragen über die Machbarkeit der Bewerbung auf. Deutschlands drei Bewerberstädte – München, Köln-Rhein-Ruhr und Berlin – haben unterdessen jeweils die lokale Zustimmung für ihre Pläne gesichert.
Die endgültige Entscheidung des DOSB, welche Stadt unterstützt wird, fällt am 26. September 2026. Steinmeiers Hoffnung bleibt, dass die Olympischen Spiele erstmals seit München 1972 wieder nach Deutschland zurückkehren.
Deutschlands olympische Pläne hängen nun von der DOSB-Entscheidung 2026 ab. Wird eine Stadt ausgewählt, tritt sie in einen internationalen Wettbewerb ein, in dem politische und öffentliche Unterstützung eine zentrale Rolle spielen. Das Ergebnis könnte die Spiele nach mehr als sechs Jahrzehnten wieder auf deutschen Boden bringen.






