Dominik Krause wird Münchens neuer Oberbürgermeister – jetzt beginnt der Koalitionspoker
Amelie LangDominik Krause wird Münchens neuer Oberbürgermeister – jetzt beginnt der Koalitionspoker
Dominik Krause, ein 35-jähriger Politiker der Grünen, ist zum neuen Oberbürgermeister Münchens gewählt worden. Seine Wahl folgt einer Umverteilung der Sitze im Stadtrat nach der Kommunalwahl im März 2026, bei der sich die Machtverhältnisse im Vergleich zu den Vorjahren deutlich verschoben haben. Krause steht nun vor der Aufgabe, eine Koalition zu schmieden, um im Rathaus eine stabile Mehrheit zu sichern.
Sein erster offizieller Akt als designierter Oberbürgermeister war die Teilnahme an der Grundsteinlegung für die Neugestaltung des Willy-Brandt-Platzes. Das Projekt sieht mehr Grünflächen und einen neuen Brunnen vor – ein Zeichen für Krauses Ziel, München lebenswertere und grünere öffentliche Räume zu bescheren.
Mit nur 21 Sitzen sind die Grünen auf Partner angewiesen, um regieren zu können. Krause hat sich offen gezeigt für eine Zusammenarbeit sowohl mit der SPD als auch mit der CSU, trotz früherer Konflikte – insbesondere mit der CSU in der Verkehrspolitik. Erste Sondierungsgespräche mit beiden Parteien haben bereits begonnen.
Zu den zentralen Themen in den Koalitionsverhandlungen zählt die Bewältigung der Münchner Wohnungsnot. Krause fordert schärfere Maßnahmen gegen Mietwucher und Leerstand sowie den Ausbau bezahlbaren Wohnraums. Ein weiteres mögliches Einigungsthema ist die Olympische Bewerbung der Stadt, bei der er crossparteiliche Unterstützung sieht.
Wie durchsetzungsfähig die Grünen ihre Politik gestalten können, hängt davon ab, ob eine stabile Koalition zustande kommt. Krauses Bereitschaft, mit SPD und CSU zu verhandeln, signalisiert Kompromissfähigkeit – doch ob es zu konkreten Absprachen kommt, bleibt ungewiss. Ausführliche Wahlergebnisse und Sitzverteilungen sind auf der offiziellen Website der Münchner Kommunalwahlen einsehbar.






