Deutsche Wirtschaftsforscher senken Wachstumsprognosen drastisch – Rezession droht
Amelie LangDeutsche Wirtschaftsforscher senken Wachstumsprognosen drastisch – Rezession droht
Führende deutsche Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Wachstumsprognosen für die kommenden Jahre drastisch nach unten korrigiert. Die aktuellen Zahlen zeichnen ein weitaus düsteres Bild als noch zuvor angenommen. Hohe Energiekosten, politische Instabilität und globale Konflikte haben maßgeblich zu diesem Abschwung beigetragen.
Noch vor sechs Monaten hatten dieselben Institute für 2023 ein Wirtschaftswachstum von 1,3 Prozent vorhergesagt. Nun erwarten sie nur noch 0,6 Prozent – eine deutliche Abwärtsrevision. Die später bestätigten Zahlen für 2023 zeigten sogar eine Rezession: Die Wirtschaftsleistung schrumpfte um 0,3 Prozent. Auch die Prognose für 2024 wurde von 1,4 Prozent auf einen Rückgang von 0,2 Prozent nach unten korrigiert.
Der Krieg im Iran und die stark gestiegenen Öl- und Gaspreise belasteten die Wirtschaft schwer. Zwar haben sich die Energiekosten seitdem etwas entspannt, doch die Inflation blieb hoch: Sie sank von 5,9 Prozent im Jahr 2023 auf 2,2 Prozent im Jahr 2024. Politische Turbulenzen verschärften die Lage zusätzlich, etwa durch den Zusammenbruch der Ampel-Koalition im November 2024 und die anstehende Bundestagswahl am 23. Februar 2025.
Für das Jahr 2027 erwarten die Institute nun nur noch ein Wachstum von 1,0 Prozent – ein deutlicher Rückgang gegenüber früheren Schätzungen von 1,4 Prozent für dasselbe Jahr.
Die überarbeiteten Prognosen spiegeln eine deutlich verschlechterte wirtschaftliche Perspektive für Deutschland wider. Angesichts externer Schocks, politischer Unsicherheiten und einer zögerlichen Erholung bleibt das Wachstum schwach. Die Institute warnen, dass Risiken aus den Energiemärkten und geopolitische Spannungen die Aussichten weiter eintrüben könnten.






