Deutsche Bahn plant 22 Maßnahmen gegen chronische Verspätungen – doch nichts passiert
Amelie Kraus"Jokergleise" für mehr Pünktlichkeit bei der Bahn - Deutsche Bahn plant 22 Maßnahmen gegen chronische Verspätungen – doch nichts passiert
Die Deutsche Bahn steht weiterhin massiv in der Kritik wegen anhaltender Verspätungen im Zugverkehr. Eine von der Regierung eingesetzte Taskforce hat nun 22 Maßnahmen vorgeschlagen, um das Problem zu lösen und die Pünktlichkeit zu verbessern. Bisher wurde jedoch noch keine davon umgesetzt.
Im März 2026 stellte Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder die Empfehlungen der Taskforce vor. Zu den Vorschlägen gehört die Einführung sogenannter "Joker-Gleise" – reservierte Abstellgleise an bestimmten Bahnhöfen, die kurzfristige betriebliche Anpassungen ermöglichen sollen. Damit ließe sich flexibler auf Verspätungen reagieren.
Ab 2027 sollen auf einigen Strecken zudem die Pufferzeiten zwischen den Zügen verlängert werden. Diese Anpassung zielt darauf ab, Folgeverspätungen zu verringern, die durch verspätete Ankünfte entstehen. Ein weiterer Vorschlag sieht vor, Züge bei Bedarf minimal früher abfahren zu lassen, um den Fahrplan stabil zu halten.
Trotz der detaillierten Pläne steht die Umsetzung noch aus. Alle Maßnahmen sind für eine schrittweise Einführung zwischen 2026 und 2027 vorgesehen – für Fahrgäste bedeutet das: Sie müssen sich noch gedulden, bis sich etwas spürbar bessert.
Die Strategien der Taskforce setzen auf praktische Lösungen wie reservierte Gleise und angepasste Fahrpläne. Sollten sie greifen, könnten sie Verspätungen verringern und die Zuverlässigkeit erhöhen. Bis dahin bleibt Reisenden nichts anderes übrig, als mindestens bis 2027 auf konkrete Ergebnisse zu warten.






