09 June 2026, 22:00

Deutsche Bahn droht Pünktlichkeits-Kollaps bis 2030 ohne Milliardenhilfe

Rail CEO Palla fordert 13 Milliarden Euro mehr für das Schienennetz

Deutsche Bahn droht Pünktlichkeits-Kollaps bis 2030 ohne Milliardenhilfe

Die Deutsche Bahn hat gewarnt, dass die Pünktlichkeit der Züge bis 2030 auf unter 60 Prozent sinken könnte, falls die finanziellen Mittel nicht aufgestockt werden. Unternehmenschefin Evelyn Palla fordert nun Milliardeninvestitionen, um das Schienennetz zu modernisieren. Ohne zusätzliche Gelder droht die Verfehlung zentraler Regierungsziele.

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder hatte der Deutschen Bahn ein klares Ziel vorgegeben: Bis Ende 2029 sollen 70 Prozent der Züge pünktlich ankommen. Interne Unterlagen zeigen jedoch, dass das Unternehmen dieses Vorhaben ohne weitere Investitionen nicht erreichen wird.

Laut eigenen Berechnungen der Bahn werden bis 2030 mindestens 13 Milliarden Euro benötigt, um die Pünktlichkeit zu verbessern. Sollte die Bundesregierung diese Summe bereitstellen, könnte die Pünktlichkeitsquote um weitere fünf Prozentpunkte steigen – ein wichtiger Schritt, um die verbleibenden Ziele aus Schnieders Schienenagenda zu erfüllen.

Fehlen die zusätzlichen Mittel, droht sich die Lage weiter zu verschlechtern. Aktuelle Prognosen deuten darauf hin, dass die Pünktlichkeit in den nächsten sechs Jahren sogar unter die 60-Prozent-Marke fallen könnte. Das Unternehmen betont, dass mehr Investitionen unverzichtbar sind, um diesen Rückgang zu verhindern.

Die Forderung nach 13 Milliarden Euro unterstreicht die finanzielle Lücke bei der Sicherung der Zuverlässigkeit des Schienenverkehrs. Wird das Geld bewilligt, ließe sich das 70-Prozent-Ziel bis 2029 noch erreichen. Ohne die Mittel jedoch dürften sich die Verspätungen in den kommenden zehn Jahren deutlich häufen.

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