Dehoga-Chef Schimke warnt vor höheren Arbeitskosten und Bürokratie in der Gastronomie
Amelie LangDehoga-Chef Schimke warnt vor höheren Arbeitskosten und Bürokratie in der Gastronomie
Ingo Schimke, Chef des Dehoga-Gastgewerbeverbands, hat sich gegen aktuelle Pläne zur Erhöhung der Arbeitskosten ausgesprochen. Er warnte, dass solche Maßnahmen die Bürokratie und die tatsächlichen Belastungen für Unternehmen – insbesondere in der Gastronomie – in die Höhe treiben würden.
Besonders kritisierte Schimke einen Vorschlag der DGB-Vorsitzenden Yasmin Fahimi, betriebliche Altersvorsorge verpflichtend einzuführen. Dies werde weder das Wachstum fördern noch die Jobchancen verbessern, argumentierte er. Zudem betonte er, dass weitere Vorhaben die Kosten für Arbeitgeber zusätzlich in die Höhe treiben könnten.
Für Schimke bleibt die Reform des Arbeitszeitgesetzes eine dringende Priorität. Er forderte die Politik zum zügigen Handeln auf, da die Zeit davonläufe. Die Spitzen der Koalition müssten die vereinbarten Reformen nun ohne Verzögerung vorantreiben, so der Verbandschef.
Große Hoffnungen setzt Schimke auf den anstehenden Krisengipfel im Kanzleramt. Er erhofft sich ein klares Signal für die Einführung einer einheitlichen Wochenarbeitszeit noch vor der Sommerpause. Gleichzeitig übt er Kritik an den Gewerkschaften: Auch diese seien auf stabile Arbeitsplätze und eine starke Wirtschaft angewiesen – am besten zu erreichen durch Pragmatismus statt Konflikte.
Schimkes Warnungen unterstreichen die Sorgen vor steigenden Betriebskosten und regulatorischen Belastungen. Die Branche blickt nun auf den Krisengipfel, von dem entscheidende Weichenstellungen bei den Arbeitsmarktreformen erwartet werden. Eine standardisierte Wochenarbeitszeit könnte dabei als zentrales Ergebnis der Beratungen hervorgehen.






