30 May 2026, 20:00

CDU-Politiker fordert strengere Regeln für Pflegekostenbeteiligung der Kinder

CDU will Kinder mehr in Kosten der Eltern-Pflege einbeziehen

CDU-Politiker fordert strengere Regeln für Pflegekostenbeteiligung der Kinder

Albert Stegemann, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, schlägt schärfere Regeln für die Beteiligung erwachsener Kinder an den Pflegekosten ihrer Eltern vor. Bisher müssen nur Personen mit einem Jahreseinkommen von über 100.000 Euro zahlen – doch Stegemann will diese Einkommensgrenze senken. Seine Äußerungen erfolgen vor dem Hintergrund steigender Pflegekosten, die das deutsche Sozialsystem unter Druck setzen.

Stegemann kritisierte Familien, die Vermögen an ihre Kinder übertragen, bevor ein Elternteil pflegebedürftig wird. Er bezeichnete dies als eine Methode, um Kosten zu umgehen, und sprach von einem „Erbschutzmodell auf Steuerzahlerkosten“. Viele Haushalte nutzen bereits bestehende rechtliche Schlupflöcher wie die Zehn-Jahres-Frist, um Vermögen frühzeitig zu übertragen und künftige Pflegeverpflichtungen zu verringern.

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Ohne Reformen könnten die Beiträge zur Pflegeversicherung deutlich steigen. Prognosen zufolge könnte der Beitragssatz von derzeit 3,6 Prozent bis 2030 auf 4,6 Prozent ansteigen. Für Kinderlose könnte er sogar auf 5,5 Prozent klettern, da immer weniger Beitragszahler die wachsende finanzielle Last schultern.

Das aktuelle System sieht vor, dass erwachsene Kinder nur dann zur Kasse gebeten werden, wenn ihr Jahreseinkommen 100.000 Euro übersteigt. Stegemann hält diese Grenze für zu hoch und plädiert für eine Anpassung, um die Kosten gerechter zu verteilen. Sein Vorschlag zielt darauf ab, die Belastung für die öffentlichen Haushalte zu verringern und gleichzeitig eine fairere Beteiligung der Familien zu gewährleisten.

Sollte Stegemanns Plan umgesetzt werden, müssten künftig mehr erwachsene Kinder für die Pflege ihrer Eltern aufkommen. Dies könnte auch die Notwendigkeit drastischer Beitragserhöhungen verringern. Noch ist jedoch unklar, ob die Regierung seine Empfehlungen aufgreifen wird.

Quelle