Bundeswehr-Auftrag für Dieseltankcontainer wegen explodierender Kosten gestoppt
Amelie LangBundeswehr-Auftrag für Dieseltankcontainer wegen explodierender Kosten gestoppt
Deutsche Abgeordnete haben einen Plan des Verteidigungsministeriums zum Kauf hunderter Dieseltankcontainer vorläufig gestoppt. Der Schritt erfolgt, nachdem die Kosten im Vergleich zu früheren Beschaffungen stark angestiegen sind. Das Vorhaben, das der militärischen Logistik dienen soll, verzögert sich nun, während Beamte den Haushalt überprüfen.
2021 hatte die Bundeswehr bereits 153 ähnliche Container für 21,8 Millionen Euro erworben. Damals lag der Stückpreis bei etwa 142.000 Euro. Beim jüngsten Deal jedoch waren 902 Container zu einem Gesamtpreis von 262,67 Millionen Euro inklusive Mehrwertsteuer vorgesehen – was den Preis pro Einheit auf rund 291.000 Euro erhöhte.
Der Rahmenvertrag könnte langfristig bis zu 4.200 Container umfassen, mit einem Höchstbudget von etwa 902 Millionen Euro. Die Auslieferung der ersten Charge war bis 2029 geplant, um die Litauen-Brigade und weitere Truppeneinsätze zu unterstützen.
Haushaltsverantwortliche griffen ein, nachdem ihnen der deutliche Preisanstieg aufgefallen war. Ihre Entscheidung hat die Beschaffung vorerst ausgesetzt, während weitere Prüfungen laufen.
Der gestoppte Auftrag unterstreicht die steigenden Kosten in der militärischen Logistik. Falls genehmigt, sollen die Container dennoch bis 2029 geliefert werden, um die Truppenversorgung zu stärken. Derzeit bleibt das Projekt jedoch in der finanziellen Überprüfung.






