Bundesrat stoppt 1.000-Euro-Bonus: Kommunen atmen auf
Ein geplanter steuerfreier Bonus von bis zu 1.000 Euro für Beschäftigte ist vom Bundesrat abgelehnt worden. Die Maßnahme, die die finanzielle Belastung der Arbeitnehmer verringern sollte, stieß bei den kommunalen Spitzenverbänden auf massiven Widerstand. Der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) begrüßte die Entscheidung im Nachhinein und bezeichnete sie als notwendigen Schritt, um weitere finanzielle Belastungen zu vermeiden.
Der Vorschlag der Bundesregierung hätte Arbeitgeber – darunter auch Städte und Gemeinden – verpflichtet, den Bonus zu finanzieren. DStGB-Hauptgeschäftsführer André Berghegger kritisierte das Vorhaben als Versuch, die Kosten auf ohnehin schon klammere Kommunen abzuwälzen. Er warnte, viele Rathäuser hätten die Zahlungen trotz Anerkennung der Leistung ihrer Mitarbeiter nicht stemmen können.
Berghegger verwies zudem auf die schwere Finanzkrise, die deutsche Städte und Gemeinden existenzbedrohend treffe. Der Bundesrat stimmte schließlich gegen die Regelung, woraufhin der DStGB Erleichterung über das Ergebnis äußerte. Der Verband argumentierte, die Ablehnung des Bonus verhindere zusätzliche finanzielle Lasten für die Kommunen.
Mit dem Scheitern des sogenannten „Entlastungsbonus“ entfällt für Städte und Gemeinden nun eine potenzielle Ausgabe von 1.000 Euro pro Beschäftigtem. Die Haltung des DStGB spiegelt die generellen Sorgen um die finanzielle Stabilität der kommunalen Haushalte wider. Die Entscheidung blockiert den Bundesvorschlag – zumindest vorerst.






