Bremerhavens Containerterminal wird mit einer Milliarde Euro zum Öko-Vorreiter
Tim VoigtEine Milliarde Euro für Containerterminal in Bremerhaven - Bremerhavens Containerterminal wird mit einer Milliarde Euro zum Öko-Vorreiter
Milliarde Euro für Bremerhavens Containerterminal: Modernisierung zum weltweiten Vorzeigeprojekt
Eine Investition in Höhe von einer Milliarde Euro soll den Containerterminal in Bremerhaven zu einer der modernsten Anlagen der Welt machen. Wie APM Terminals und Eurogate am 13. Februar 2026 bekanntgaben, wird der Nordseeterminal umfassend modernisiert, um seine jährliche Kapazität von drei auf vier Millionen Standardcontainer (TEU) zu steigern. Das Projekt sieht zudem die vollständige Elektrifizierung der Abläufe und den Umstieg auf erneuerbare Energien vor – ein entscheidender Schritt zur drastischen Reduzierung der Treibhausgasemissionen.
Die Erweiterung stellt die erste große Aufwertung seit der letzten Wachstumsphase des Terminals dar. Jahrelang lag die Kapazität Bremerhavens stabil bei etwa drei Millionen TEU pro Jahr. Nun soll die Partnerschaft zwischen APM Terminals – einer Tochter des Maersk-Konzerns – und Eurogate die Effizienz und Widerstandsfähigkeit der deutschen Lieferkette deutlich stärken.
Die Realisierung des Vorhabens hängt jedoch von mehreren Genehmigungen ab, darunter die seit Langem verzögerte Vertiefung des Außenweser-Fahrwassers. Beide Unternehmen haben die Bundesregierung aufgefordert, das Projekt zu beschleunigen, und warnen, dass weitere Verzögerungen den Fortschritt gefährden könnten. Die geplante Vertiefung bleibt umstritten, da Umweltbedenken und logistische Herausforderungen noch diskutiert werden.
Bremen Bürgameister Andreas Bovenschulte begrüßte die Initiative und lobte das Engagement von Maersk für die Region. Er betonte die wirtschaftlichen Vorteile für Bremerhaven und die gesamte deutsche Volkswirtschaft. Durch die Modernisierung des Terminals soll dessen Rolle als zentraler Logistikstandort gestärkt, Engpässe abgebaut und die Zuverlässigkeit erhöht werden.
Neben der Kapazitätserweiterung umfasst das Projekt die vollständige Elektrifizierung sowie den Wechsel zu erneuerbaren Energiequellen. Diese Maßnahmen entsprechen dem Ziel von Maersk, den Terminal zukunftssicher zu gestalten und gleichzeitig die Emissionen drastisch zu senken. Bei Genehmigung wird die modernisierte Anlage neue Maßstäbe in Sachen Nachhaltigkeit und betrieblicher Effizienz für die globale Schifffahrt setzen.
Die Investition von einer Milliarde Euro soll die Containerumschlagskapazität Bremerhavens auf vier Millionen TEU pro Jahr steigern. Entscheidend für den Baubeginn sind jedoch noch ausstehende Genehmigungen für die Vertiefung der Außenweser sowie interne Prüfungen. Nach Abschluss der Arbeiten könnte der Terminal zum Maßstab für Effizienz, Resilienz und ökologische Nachhaltigkeit in der Schifffahrtsbranche werden.
Neue Eisenbahnanlage legt den Grundstein für die Erweiterung bis 2026
Ein wichtiger Infrastruktur-Meilenstein wurde im Jahr 2025 mit der Fertigstellung einer 8-Hektar-Eisenbahn-Umschlaganlage am Terminal Bremerhaven erreicht. Die wichtigsten Details sind:
- Entfernung von 38.000 m² Asphalt und Installation von Polymer-modifiziertem Bitumen mit niedriger Temperatur
- Eine 13 cm Asphaltbasis (AC 32 TS) und eine 6 cm Oberflächenbeschichtung (AC 16 DS) für die Dauerhaftigkeit
- Spezialisierte temperature-reduzierte Asphalt verringerte die Emissionen während des Baus