Bremen verzeichnet überraschenden Rückgang bei Unternehmenspleiten trotz Wirtschaftskrise
Amelie LangBremen verzeichnet überraschenden Rückgang bei Unternehmenspleiten trotz Wirtschaftskrise
In Bremen ist die Zahl der Unternehmenspleiten im vergangenen Jahr leicht zurückgegangen – trotz der allgemeinen wirtschaftlichen Herausforderungen. 2023 verzeichnete die Stadt 183 Firmeninsolvenzen, ein Rückgang um 7,1 Prozent im Vergleich zu 2022. Dieser Rückgang sticht hervor, da die bundesweiten Zahlen im selben Zeitraum ein Zehnjahreshoch erreichten.
Die Gesamtzahl für 2023 stellt die zweitniedrigste Insolvenzquote in Bremen seit 2015 dar. Nur 2022 gab es weniger Fälle, was vor allem auf pandemiebedingte Verzögerungen bei den Meldungen zurückzuführen ist. Dennoch bleibt die Bauwirtschaft unter Druck und spiegelt die branchenweiten Belastungen wider.
Experten führen den Rückgang auf die vielfältige Wirtschaftsstruktur Bremens zurück. Schlüsselsektoren wie Luft- und Raumfahrt, Logistik und Lebensmittelproduktion haben für Stabilität gesorgt. Auch der Hafen spielt eine bedeutende Rolle bei der Stützung der lokalen Wirtschaft.
Obwohl die Insolvenzrate in Bremen im vergangenen Jahr sank, hat die Bauindustrie weiterhin mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Die wirtschaftliche Diversifizierung der Stadt hat bisher stärkere Einbrüche verhindert. Aktuelle Vergleichsdaten zu regionalen Insolvenzen im Bausektor liegen jedoch nicht vor.