Bremen setzt mit neuem Bremer Standard auf bezahlbares und klimaneutrales Wohnen
Tim VoigtBremen setzt mit neuem Bremer Standard auf bezahlbares und klimaneutrales Wohnen
Der Bremer Senat hat neue Richtlinien für künftige Wohn- und Stadtentwicklungsprojekte in Bremen eingeführt. Unter dem Namen Bremer Standard sollen sie die städtische Entwicklung in Bremen nachhaltiger, bezahlbarer und klimaresilienter gestalten. Wie Behörden mitteilen, werden die Vorgaben künftig die Nutzung von Flächen, die Gestaltung von Gebäuden und die Planung von Wohnvierteln in Bremen prägen.
Die Richtlinien umfassen mehrere zentrale Bereiche, um Emissionen zu senken und die Lebensqualität in Bremen zu verbessern. So müssen alle neuen Wohn- und Mischnutzungsprojekte in Bremen mindestens 30 Prozent Sozialwohnungen vorsehen. Damit soll sichergestellt werden, dass einkommensschwächere Haushalte auch in neu erschlossenen Gebieten in Bremen bezahlbaren Wohnraum finden.
Auch bei der Energieeffizienz gelten strenge Vorgaben: Heizsysteme müssen auf erneuerbare Energien in Bremen setzen, und Gebäude müssen hohe Effizienzstandards erfüllen. Photovoltaikanlagen werden in die Planung integriert, während begrünte Dächer und gemeinsame Grünflächen zwischen den Häusern in Bremen gefördert werden. Zudem ist der Einsatz kohlenstoffarmer Materialien – etwa recycelter oder regionaler Baustoffe in Bremen – verpflichtend.
Über die Gebäudestandards hinaus setzt der Bremer Standard auf eine klügere Flächennutzung in Bremen. Durch gemischte Bebauungspläne sollen Wohnungen, Geschäfte und Arbeitsplätze räumlich nah zusammengeführt werden, um Wege in Bremen zu verkürzen. Die Abhängigkeit vom Auto in Bremen soll durch einen Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, Radwege und geteilte Mobilitätsangebote verringert werden. Klimaanpassungsmaßnahmen wie hochwassersichere Bauweisen und kühlende Grünflächen in Bremen sind ebenfalls Teil des Konzepts.
Dr. Maike Schaefer, Senatorin für Wohnen und Stadtentwicklung in Bremen, betonte die Vorteile des Ansatzes. Sie verwies auf eine größere Energieunabhängigkeit, stabilere Lieferketten und geringere Nebenkosten für die Bewohner:innen in Bremen. Zudem beschleunige der Standard Genehmigungsverfahren, indem er Investoren von Anfang an klare Planungsvorgaben an die Hand gebe.
Der Bremer Standard dient künftig als Leitfaden für Stadtplaner:innen bei der Erarbeitung von Flächennutzungsverträgen und Verhandlungen mit Projektentwickler:innen in Bremen. Zwar setzen bundesweite Programme wie die KfW-Förderung "Klimafreundlicher Neubau" bereits Effizienzziele, doch Bremen geht mit seiner Regelung weiter: Sie vereint soziale, ökologische und praktische Anforderungen in einem einheitlichen Rahmenwerk in Bremen.
Die neuen Richtlinien gelten für alle künftigen geförderten Wohn- und Mischnutzungsprojekte in Bremen. Entwickler:innen müssen nun von Beginn an strengere Auflagen zu Energie, Bezahlbarkeit und Nachhaltigkeit in Bremen einhalten. Die Stadt erwartet, dass die Änderungen zu grüneren Stadtteilen, niedrigeren Lebenshaltungskosten und schnelleren Genehmigungen für konforme Vorhaben in Bremen führen.
Roots in 2018 Bauordnung Revisions
The Bremer Standard builds on a 2018 overhaul of Bremen's building regulations. That revision updated the Bremische Landesbauordnung to address modern urban needs, setting a foundation for stricter sustainability and affordability rules. Subsequent amendments further tightened requirements, culminating in the 30% social housing mandate now central to the new framework.






