Bremen schafft langfristige Perspektiven für geflüchtete Studierende aus Drittstaaten
Amelie KrausBremen schafft langfristige Perspektiven für geflüchtete Studierende aus Drittstaaten
Bremen führt Maßnahmen für ukrainische Studierende aus Drittstaaten ein – und fordert bundesweite Lösungen
Bremen hat Maßnahmen ergriffen, um Studierenden aus Drittstaaten, die vor dem Krieg in der Ukraine geflohen sind, langfristige Perspektiven in Deutschland zu bieten. Gleichzeitig setzt sich die Stadt für bundesweite Regelungen ein, um diese Gruppe weiter zu unterstützen.
Als die Studierenden nach ihrer Flucht aus der Ukraine erstmals in Bremen ankamen, erhielt sie die Stadt zunächst einen vorübergehenden Abschiebestopp. Dies verschaffte ihnen in den ersten Wochen dringend benötigte Sicherheit. Später stellten die Ausländerbehörden eine sechmonatige Fiktionsbescheinigung aus, die es ihnen ermöglichte, während der Bearbeitung ihres Status zu arbeiten.
Nun geht Bremen einen Schritt weiter: Die Betroffenen können nun einen regulären Aufenthaltstitel zum Zwecke des Studiums beantragen. Damit soll ihnen nicht nur kurzfristige Hilfe, sondern eine stabile Zukunft in Deutschland ermöglicht werden.
Lokale Politiker unterstützen den Vorstoß. Innensenator Ulrich Mäurer plädiert für bundesweite Regelungen, um den Studierenden in ganz Deutschland Sicherheit zu geben. Wissenschaftssenatorin Dr. Claudia Schilling schließt sich an und fordert einheitliche Bundesvorgaben, um Chancengleichheit für alle Betroffenen zu gewährleisten.
Die neuen Maßnahmen bedeuten für geflüchtete Studierende aus Drittstaaten, dass sie in Bremen nun langfristig planen können. Mit Arbeitserlaubnis und Studienvisum stehen ihnen klarere Wege offen. Gleichzeitig könnten die Forderungen nach bundesweiten Lösungen diese Möglichkeiten auch auf andere Teile Deutschlands ausweiten.






