Bremen ruft Schulen zu Schweigeminute für Frieden und Dialog auf
Bremens Senatorin für Kinder und Bildung, Sascha Karolin Aulepp, hat alle Schulen in Bremen und Bremerhaven aufgerufen, an einer Schweigeminute mit anschließender Reflexion teilzunehmen. In einem Schreiben an Lehrkräfte wird dazu aufgerufen, sich morgen um 10:00 Uhr der Aktion „Gemeinsam für den Frieden“ anzuschließen. Die Initiative soll den Dialog über den Krieg in der Ukraine fördern und demokratische Werte stärken.
In dem Brief wird auf wachsende Besorgnis hingewiesen, dass nationalistische Erzählungen zunehmend in Klassenzimmer vordringen. Aulepp warnte, der Konflikt könne unter Schülerinnen und Schülern Spaltungen vertiefen, wenn nicht behutsam damit umgegangen werde. Stattdessen sollten Schulen Räume für offene Gespräche über Frieden, Toleranz und Solidarität schaffen.
Viele hätten bereits den Wunsch geäußert, demokratische Grundsätze sichtbar zu unterstützen. Die Senatorin betonte, wie wichtig konkrete Maßnahmen seien, die das gegenseitige Verständnis fördern. Lehrkräfte werden aufgefordert, Gespräche behutsam zu leiten und Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu geben, Fragen und Unsicherheiten zu äußern.
Ein zentraler Bestandteil der Initiative ist ein gemeinsames Gedenken. Durch eine Schweigeminute um 10:00 Uhr können die Schulen Einheit demonstrieren und über die Folgen von Krieg nachdenken. Im Mittelpunkt steht die Stärkung demokratischer Werte durch Bildung und Dialog.
Der Appell erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem sich die Schulen auf die Durchführung der Schweigeminute vorbereiten. Von den Lehrkräften wird erwartet, dass sie Diskussionen anregen, die gegenseitigen Respekt und kritisches Denken fördern. Ziel ist es, Klassenzimmer als Orte des Lernens zu bewahren – frei von Spaltung und Feindseligkeit.






