Bremen kämpft mit starkem Anstieg politisch motivierter Gewalt und Extremismus
Amelie LangBremen kämpft mit starkem Anstieg politisch motivierter Gewalt und Extremismus
Politisch motivierte Straftaten in Bremen steigen stark an
In Bremen haben sich politisch motivierte Straftaten im vergangenen Jahr deutlich erhöht: Die Fallzahlen stiegen von 931 im Jahr 2024 auf 1.031 im Jahr 2025. Dr. Marcel Schröder, Sprecher der FDP, fordert nun eine Neuausrichtung der Polizeiprioritäten, um der wachsenden Bedrohung durch politische Gewalt in der Stadt entgegenzuwirken.
Schröder verwies darauf, dass zwar ein großer Teil der gemeldeten Vorfälle auf rechtsextreme Delikte wie Propaganda, Beleidigungen und Hassrede im Netz entfalle. Gleichzeitig betonte er jedoch, dass gewalttätige Straftaten häufiger dem linksextremen Spektrum zuzurechnen seien. Rund 250 Personen in Bremen werden als gewaltbereite Angehörige linker Gruppen eingestuft, die zudem bei Sachbeschädigungen und Angriffen auf Politiker führend seien.
Der FDP-Politiker warnte, dass derzeit zu viele Ressourcen in die Verfolgung von digitalen Hasskommentaren flössen, statt in die Bekämpfung körperlicher Gewalt. Er forderte die Landesregierung auf, den Fokus auf reale Bedrohungen zu legen und sicherzustellen, dass Extremismus in der Bremer Gesellschaft keinen Platz habe.
Schröder erwartet vom Senat eine Anpassung der Sicherheitsstrategie, bei der der Kampf gegen politische Gewalt Vorrang vor der Ahndung von Netzdelikten erhält. Seine Äußerungen fallen in eine Zeit, in der Bremen trotz der überwiegend rechtsextrem motivierten Straftaten weiterhin als Hochburg des Linksextremismus gilt.
Der Anstieg politisch motivierter Kriminalität setzt die lokalen Behörden unter Druck, ihre Vorgehensweise zu überdenken. Schröders Forderung nach einer Neuausrichtung der Polizeiarbeit spiegelt die Sorge über eine zunehmende Gewaltbereitschaft wider – insbesondere seitens linker Gruppen. Die nächsten Schritte des Senats werden zeigen, wie die Mittel verteilt werden, um das Problem in den Griff zu bekommen.






