01 May 2026, 02:02

Bremen baut riesigen Batteriespeicher auf ehemaligem Kohlekraftwerksgelände

Liniengraph, der die erneuerbare Stromerzeugung nach Brennstoffart von 2000 bis 2040 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Bremen baut riesigen Batteriespeicher auf ehemaligem Kohlekraftwerksgelände

Großes Batteriespeicherprojekt entsteht im Bremer Industriehafen

Im Bremer Industriehafen soll ein großes Batteriespeicherkraftwerk gebaut werden. Das Vorhaben, das von swb Erzeugung und be.storaged geleitet wird, nutzt Flächen, die einst von stillgelegten Kohlekraftwerksblöcken belegt waren. Der Baubeginn ist für 2027 geplant, die Fertigstellung soll Anfang 2028 erfolgen.

Die neue Anlage soll die wachsende Nachfrage nach Netflexibilität decken, die mit dem Ausbau erneuerbarer Energien einhergeht. Nach der Inbetriebnahme wird sie eine installierte Leistung von rund 85 Megawatt (MW) und eine Speicherkapazität von über 170 Megawattstunden (MWh) bieten. Ein Vorteil des Projekts ist die bestehende Netzinfrastruktur am Standort, die ursprünglich für ein ehemaliges Kohlekraftwerk errichtet wurde.

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Das Batteriespeichersystem wird direkt an die zentrale Leitwarte des Kraftwerks angeschlossen. Neben der wiederverwendeten Infrastruktur werden neue Komponenten wie Batteriecontainer, Transformatoren und Schaltanlagen installiert. Auch bestehende elektrische Systeme, der Brandschutz sowie die Löschwasser-Rückhaltung werden weitergenutzt, was die Gesamtkosten senkt.

Die Investitionssumme für das Projekt liegt im mittleren zweistelligen Millionenbereich. Flexible Anschlussvereinbarungen (engl. Flexible Connection Agreements, FCAs) sollen die nahtlose Integration in das Stromnetz ermöglichen und eine effiziente Energieverteilung sicherstellen.

Die Anlage entsteht auf dem Gelände des swb-Kraftwerks und macht sich bisher ungenutzte Flächen und Infrastruktur der stillgelegten Kohleblöcke zunutze. Nach der Fertigstellung wird sie durch die Speicherung von Überschussstrom aus erneuerbaren Energien zur Netzstabilität beitragen. Das Projekt markiert einen wichtigen Schritt bei der Modernisierung der Bremer Energieinfrastruktur.

Quelle