12 April 2026, 22:02

Brandenburgs Schulen kämpfen mit Lehrkräftemangel nach drastischen Haushaltskürzungen 2025

Offenes Buch mit detaillierter Landkarte von Brandenburg auf schwarzem Hintergrund, die geographische Merkmale zeigt.

Brandenburgs Schulen kämpfen mit Lehrkräftemangel nach drastischen Haushaltskürzungen 2025

Brandenburgs Bildungssystem steht nach den Haushaltskürzungen 2025 erneut in der Kritik – 345 Vollzeitstellen für Lehrkräfte wurden gestrichen. Die Maßnahme verschärft den seit Langem schwelenden Streit über Personalmangel und Arbeitsbedingungen. Der neue Bildungsminister Gordon Hoffmann (CDU) spricht von einer sich zuspitzenden Krise an den Schulen. Unterdessen wendet sich das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) gegen seinen ehemaligen Koalitionspartner, die SPD, und macht frühere Politik für die aktuelle Misere verantwortlich.

Die jüngsten Kürzungen treffen die Lehrkräfte zu einer Zeit, in der ihre Arbeitsbelastung ohnehin gestiegen ist. Seit dem zweiten Halbjahr des Schuljahres müssen die meisten von ihnen eine zusätzliche Stunde pro Woche unterrichten. Hoffmann, der das Bildungsressort nach über 30 Jahren SPD-Führung übernommen hat, bezeichnete den Lehrkräftemangel als "noch nie dagewesenen Tiefstand". Die Stellenstreichungen und die Mehrarbeit hätten die Lage weiter verschlimmert, so der Minister.

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Die Landesvorsitzende des BSW, Friederike Benda, macht hingegen die früheren SPD-Minister Steffen Freiberg und Robert Crumbach direkt für die aktuelle Krise verantwortlich. Ihre Politik sei ein "Fehler" gewesen, der das heutige Chaos erst ermöglicht habe. Hoffmanns Begründung nannte sie "lächerlich" – die Wurzeln der Krise lägen vielmehr in jahrzehntelangen Fehlentscheidungen von CDU und SPD.

Die scharfe Kritik des BSW markiert eine deutliche Abkehr von dem einstigen Koalitionspartner. Noch hatte die Partei die Bildungspolitik der SPD in Brandenburg unterstützt, doch Benda bezeichnet diese Haltung nun als Irrtum. Crumbach, ehemaliges BSW-Mitglied und Finanzminister, hatte die Partei noch vor Bendas Amtsantritt geführt.

Die Haushaltskürzungen und die zusätzlichen Unterrichtsstunden setzen Brandenburgs Schulen weiter unter Druck. Mit der CDU an der Spitze des Bildungsressorts offenbart der Streit tiefe Gräben darüber, wie das System reformiert werden soll. Während die Politik sich gegenseitig die Schuld zuschiebt, bleibt für die Lehrkräfte nur eines: eine immer größere Arbeitslast inmitten der anhaltenden Krise.

Quelle