Blizzard streicht World-of-Warcraft-Gilde nach Betrugsvorwurf aus Ruhmeshalle
Amelie KrausBlizzard streicht World-of-Warcraft-Gilde nach Betrugsvorwurf aus Ruhmeshalle
Eine europäische World-of-Warcraft-Gilde hat ihren jüngsten Welterst-Erfolg verloren, nachdem Blizzard sie des Betrugs überführt hat. Die Gruppe RAoV QA Strikes Back besiegte einen mythischen Boss mit niedrigstufiger Ausrüstung – allerdings nur, indem sie Spielmechaniken ausnutzte. Es ist nicht das erste Mal, dass die Gilde für das Ausreizen der Regeln bestraft wird.
Die Spieler bezwangen einen Boss mit hohem Schwierigkeitsgrad, während sie lediglich grüne und blaue Ausrüstungsgegenstände trugen – eine Leistung, die unter normalen Umständen unmöglich gewesen wäre. Später stellte Blizzard fest, dass sie Spielmechaniken manipuliert hatten, um den Kampf künstlich zu erleichtern. Als Reaktion entzog der Entwickler ihnen den Welterst-Titel und strich sie aus der offiziellen Ruhmeshalle.
Blizzard hatte bereits Maßnahmen ergriffen, um solche Ausnutzungen von Spielschwächen zu unterbinden. Noch vor dem Versuch der Gilde hatte das Unternehmen die Fähigkeiten des Bosses um bis zu 260 Prozent verstärkt, um einfache Siege zu verhindern. Dennoch fand die Gruppe einen Weg, die beabsichtigten Herausforderungen zu umgehen.
Dies ist nicht ihr erster Verstoß. Dieselbe Gilde hatte bereits zuvor einen Welterst-Sieg durch den Missbrauch unbeabsichtigter Fähigkeiten und die Veränderung von Spieldaten erzielt. Blizzard hatte sie dafür bereits bestraft, indem es Errungenschaften aberkannte und mehrmonatige Sperren verhängte.
Ihr jüngster Sieg wurde nun aus den Aufzeichnungen gelöscht. Durch den wiederholten Einsatz von Exploits hat die Gilde bei Blizzard für strengere Kontrollen gesorgt. Vorerst bleibt ihr Platz in der Ruhmeshalle leer.






