Berlin plant Ausbildungsabgabe: Großbetriebe sollen für Fachkräftemangel zahlen
Amelie LangCDU und SPD einigen sich auf Ausbildungsplatzabgabe - Berlin plant Ausbildungsabgabe: Großbetriebe sollen für Fachkräftemangel zahlen
Berlins CDU- und SPD-Fraktionen einig: Neue Ausbildungsabgabe soll Fachkräftemangel bekämpfen
Die Berliner CDU- und SPD-Fraktionen haben sich auf die Einführung einer Ausbildungsabgabe geeinigt. Der Gesetzentwurf zielt darauf ab, das langjährige Problem des Ausbildungsplatzmangels in der Hauptstadt zu lösen. Falls das Parlament zustimmt, müssten bestimmte Unternehmen in einen verpflichtenden Ausbildungsfonds einzahlen.
Abgabepflicht für Großbetriebe – Ausnahmen für KMU und ausbildungsstarke Firmen Vorgesehen ist eine zwingende Abgabe für Unternehmen mit mindestens zehn Beschäftigten. Betroffen wären jedoch nur jene, deren Ausbildungsquote unter 4,6 Prozent liegt. Kleinere Betriebe sowie Firmen, die diese Schwelle überschreiten, blieben befreit.
Die erwarteten Mindeinnahmen von 75 Millionen Euro pro Jahr sollen Unternehmen unterstützen, die zusätzliche Ausbildungsplätze schaffen. Die parlamentarischen Initiatoren argumentieren, dass die Abgabe helfen werde, das chronische Angebotdefizit an Lehrstellen in Berlin zu verringern.
Parlamentsentscheidung steht noch aus – Inkrafttreten frühestens 2028 Bevor das Gesetz in Kraft treten kann, muss der Entwurf noch im Parlament beraten und verabschiedet werden. Selbst bei einer Zustimmung würden die neuen Regeln frühestens im Januar 2028 greifen.
Die Abgabe soll einen Sonderfonds speisen, der die Verfügbarkeit von Ausbildungsplätzen in Berlin erhöht. Während betroffene Unternehmen zahlen müssten, würden Kleinbetriebe und ausbildungsaktive Firmen geschont. Die letzte Entscheidung liegt nun beim Abgeordnetenhaus.






