12 March 2026, 16:01

Berlin führt digitales Bäder-Abo ein – doch die Preise sorgen für Streit

Ein Plakat wirbt für ein Schwimmbad in Aschersleben, Deutschland, das eine Gruppe von Menschen im Wasser zeigt, wobei eine Person im Pool sitzt, und Text, der Informationen über das Schwimmbad und seine Einrichtungen enthält.

Senator diskutiert über Mehrtageskarten für Schwimmbäder - Berlin führt digitales Bäder-Abo ein – doch die Preise sorgen für Streit

Berlins öffentliche Schwimmbäder führen neues digitales Abo-System ein

In dieser Saison haben Berlins öffentliche Schwimmbäder ein neues digitales Abonnementmodell eingeführt. Damit entfällt die bisherige Mehrfachkarte, die zuvor 20 Besuche für 80 Euro ermöglichte. Die Preisanpassungen für Einzelbesuche und Abonnements sorgen unter den Bürgerinnen und Bürgern für Diskussionen.

Nach dem neuen Modell kostet ein Basis-Abo 30 Euro monatlich und erlaubt zwei Besuche pro Woche. Wer unbegrenzten Zugang zu Hallen- und Freibädern nutzen möchte, zahlt 38 Euro im Monat. Die Preise für Einzelbesuche variieren: In Freibädern liegen die Tageskarten zwischen 6 und 7 Euro, während Hallenbad-Besuche für 90 Minuten bis zu 6 Euro kosten.

Die bisherige Mehrfachkarte, die 20 Besuche für 80 Euro bot, wurde abgeschafft. Diese Option bot mehr Flexibilität und Rabatte als die aktuellen Abonnements. Senatorin Iris Spranger, Vorsitzende des Aufsichtsrats für den Bäderbetrieb, hat die Unzufriedenheit in der Bevölkerung anerkannt. Sie fordert eine Überprüfung der Preissstruktur und kündigte an, sich für eine erneute Diskussion über die Wiedereinführung der Mehrfachkarten einzusetzen.

Aktuelle Daten, die die Nachfrage nach Tageskarten oder Abonnements mit dem früheren Mehrfachkarten-System vergleichen, liegen nicht vor. Dennoch gibt es Kritik an der geringeren Erschwinglichkeit und den eingeschränkten Rabattmöglichkeiten.

Das neue Abo-Modell ersetzt die bisherige Mehrfachkarte und verändert damit den Zugang der Berlinerinnen und Berliner zu öffentlichen Schwimmbädern. Während nun Einzelbesuche und Monatsabos gelten, hält die Debatte über die Preispolitik an. Senatorin Sprangers Engagement deutet darauf hin, dass es als Reaktion auf das öffentliche Feedback noch Anpassungen geben könnte.

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