Augsburgs Stichwahl im Bierzelt: Ungewöhnliche Lösung für die Stimmenauszählung
Tim VoigtKein Platz im Ausstellungssaal - Wahlhelfer ziehen ins Bierzelt - Augsburgs Stichwahl im Bierzelt: Ungewöhnliche Lösung für die Stimmenauszählung
Augsburgs Stichwahl um das Bürgermeisteramt nahm eine ungewöhnliche Wendung – die Wahlhelfer zählten die Briefwahlstimmen in einem Bierzelte aus. Die Stadt musste improvisieren, nachdem sie vergeblich nach einem geeigneten Veranstaltungsort gesucht hatte. Offizielle Ergebnisse stehen zwar noch aus, doch die Wahlbeteiligung scheint niedriger als in der ersten Runde ausgefallen zu sein.
Bei der ersten Wahl am 8. März hatte die Beteiligung noch bei 51,8 Prozent gelegen. Für die Stichwahl deuten erste Meldungen jedoch auf eine leicht gesunkene Wahlbeteiligung in den Großstädten hin. Amtliche Zahlen lagen Stand 22. März 2026, 18 Uhr UTC, noch nicht vor.
Die üblicherweise genutzte Location, eine Ausstellungshalle, war bereits für eine andere Veranstaltung gebucht. Da keine großen Säle frei waren, wich die Stadtverwaltung auf ein Bierzelte auf dem Plärrer-Gelände aus. Das Zelt stand ohnehin schon für das anstehende Ostervolksfest bereit und bot sich damit als praktische Lösung an.
Amtsinhaberin Oberbürgermeisterin Eva Weber (CSU) trat in der Stichwahl gegen den SPD-Herausforderer Florian Freund an. Das Bierzelte wurde zum vorübergehenden Zentrum für die Auszählung tausender Briefwahlstimmen.
Dank der improvisierten Lösung konnte die Auszählung ohne größere Verzögerungen fortgesetzt werden. Sobald alle Stimmen gezählt sind, werden die endgültige Wahlbeteiligung und die Ergebnisse bekannt gegeben. Das Ergebnis wird entscheiden, ob Weber ihr Amt behält oder Freund als neuer Augsburger Oberbürgermeister die Nachfolge antritt.






