28 April 2026, 12:05

Arbeitssicherheit in Deutschland: Warum 400 Tote pro Jahr vermeidbar wären

Gruppe von Männern in blauen Hemden und gelben Helmen, die an Maschinen arbeiten, mit einem, der Wasser auf den Boden sprüht.

Arbeitssicherheit in Deutschland: Warum 400 Tote pro Jahr vermeidbar wären

Arbeitssicherheit bleibt ein drängendes Problem in Deutschland

Im Jahr 2025 starben in Deutschland 400 Menschen an Berufskrankheiten – viele davon als Folge früherer Belastung durch schädliche Stoffe wie Staub oder Asbest. Gleichzeitig verzeichnete die Baubranche im vergangenen Jahr 74 tödliche Arbeitsunfälle – leicht weniger als 2024, aber nach wie vor besorgniserregend hoch.

Ein gemeinsamer Bericht der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) und der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) zeigt, dass die Gefahren weiterhin bestehen. Statistisch gesehen kommt alle vier Arbeitstage ein Todesfall in der Bau- oder Reinigungsbranche vor. Beide Organisationen betonen, dass viele Unfälle durch bessere Sicherheitsvorkehrungen vermeidbar wären.

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Mathias Neuser, kommissarischer Vorsitzender der BG BAU, macht deutlich, dass Sicherheit nicht nur Aufgabe des Managements sei, sondern auch von jedem einzelnen Beschäftigten Wachsamkeit erfordere. Die Gewerkschaften warnen, dass gefährliche Arbeitsbedingungen niemals hingenommen werden dürften. Ihr gemeinsames Ziel ist klar: Jeder Mitarbeiter soll nach der Schicht unverletzt nach Hause zurückkehren.

Der Bericht gibt keine Auskunft über die Gesamtzahl der Arbeitstage in Deutschland. Nach Bundesrecht zählt jedoch jeder Tag, der kein Sonntag oder Feiertag ist, als Arbeitstag.

Die Zahlen für 2025 zeigen einen leichten Rückgang der Todesfälle in der Baubranche im Vergleich zum Vorjahr. Doch mit 74 tödlichen Unfällen und 400 Berufskrankheiten bleiben die Risiken gravierend. BG BAU und IG BAU setzen sich weiterhin für strengere Sicherheitsstandards ein, um weitere Tragödien zu verhindern.

Quelle