22 March 2026, 06:01

Apotheken in MV schließen für Protest gegen ausbleibende Gebührenreform

Eine Gruppe von Menschen demonstriert vor einem Gebäude in Deutschland und hält Schilder und Plakate in den Händen, während zwei Personen im Vordergrund sitzen und ein Müllcontainer rechts zu sehen ist.

80 Prozent der MV Apotheken am Montag geschlossen - Apotheken in MV schließen für Protest gegen ausbleibende Gebührenreform

Apotheken in Mecklenburg-Vorpommern schließen am Montag zu Protestaktion

Apotheken in ganz Mecklenburg-Vorpommern bleiben am Montag für einen eintägigen Protest geschlossen. Die Aktion ist Teil einer bundesweiten Kampagne, mit der die Regierung zu faireren Finanzierungsbedingungen gedrängt werden soll. Patienten werden aufgefordert, nicht dringende Besuche – soweit möglich – auf Dienstag zu verschieben.

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Über 80 Prozent der Apotheken in der Region – mit Ausnahme der Notdienst-Apotheken – werden ganztägig ihre Türen schließen. Der pharmazeutische Notdienst bleibt jedoch wie gewohnt aufrechterhalten. Die Bevölkerung kann offene Apotheken über das Online-Portal der Apothekerkammer finden.

Der Protest folgt auf Jahre stagnierender Erstattungssätze, die seit 2013 unverändert geblieben sind. Apotheker fordern eine pauschale Erhöhung der Festbeträge pro Medikament sowie bessere Bezahlung für Nacht-, Not- und Botendienste. Zudem verlangen sie eine Entschädigung für den Umgang mit Arzneimittelengpässen. Die Krankenkassen haben diese Forderungen jedoch abgelehnt und stattdessen ein an Umsatzvolumen und regionale Unterschiede geknüpftes System vorgeschlagen.

Lokale Apotheker werden sich Kollegen aus ganz Deutschland bei einer Demonstration in Berlin anschließen. Die Region, in der rund 350 Apotheken ansässig sind, spielt eine zentrale Rolle in der dezentralen Arzneimittelversorgung des Landes. Die Organisatoren betonen, dass die Schließungen ein letztes Mittel seien, um auf die finanzielle Belastung der Branche aufmerksam zu machen.

Ziel des Protests ist es, die regierende Koalition zum Handeln bei den seit Langem versprochenen Gebührenreformen zu bewegen. Angesichts steigender Kosten und seit über einem Jahrzehnt unveränderter Förderung argumentieren Apotheker, dass das aktuelle System nicht mehr tragbar sei. Patienten, die dringend auf Medikamente angewiesen sind, können während der Schließungen weiterhin die Notdienst-Apotheken in Anspruch nehmen.

Quelle