05 June 2026, 12:38

Anonymer Brief erschüttert Stadttheater Fürth: Vorwürfe gegen künstlerische Leitung

Anonymes Schreiben im Fürther Stadttheater: Unterstützung für Intendantin Stolz von innen

Anonymer Brief erschüttert Stadttheater Fürth: Vorwürfe gegen künstlerische Leitung

Ein anonymer Brief hat am Stadttheater Fürth für Unruhe gesorgt. Darin wird der künstlerischen Leiterin, Dr. Silvia Stolz, vorgeworfen, ein schädliches Arbeitsklima zu fördern. Die Vorwürfe beschreiben eine Kultur der Angst, des Misstrauens und psychischen Drucks unter den Mitarbeitenden. Stolz leitet das Theater seit November 2023 – eine Zeit, die sowohl von Wachstum als auch von Kontroversen geprägt ist.

Der nicht unterzeichnete Brief behauptet, 25 fest angestellte Mitarbeiter teilten Bedenken gegenüber Stolz’ Führung. Er zeichnet das Bild einer toxischen Atmosphäre, enthält jedoch weder Namen noch direkte Unterschriften. Der Dramaturg Udo Eidinger wies die Vorstellung zurück, der Brief spiegle die Meinung des gesamten Teams wider, und kritisierte das Fehlen persönlicher Verantwortung.

Eidinger selbst lobte Stolz für ihre Bemühungen, das Theater enger mit der Stadt zu vernetzen. Unter ihrer Leitung sei die Einrichtung offener und stärker in den öffentlichen Dialog eingebunden, so der Dramaturg. Unterdessen laufen die Vorbereitungen für eine anstehende Premiere weiter, wobei sich viele Kolleginnen und Kollegen intensiv auf ihre kreative Arbeit konzentrieren.

Der Theaterkurator Maurice Schönleben (SPD) sprach Stolz öffentlich seine Unterstützung aus und nannte die Fortschritte des Theaters seit 2023 „beachtlich“. Er betonte, sie bleibe die richtige Person, um die anhaltende Transformation zu begleiten. Trotz der Spannungen verzeichnete die Spielzeit 2024/2025 über 100.000 Besucher und mehr als 95.000 verkaufte Tickets, zudem ein deutliches Wachstum im Bereich des Jugendtheaters.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Während sich einige Mitarbeitende verunsichert zeigen und Klarheit fordern, bleiben andere engagiert. Ein motiviertes Team steckt derzeit viel Energie in die Produktionen und ist entschlossen, starke Aufführungen zu präsentieren.

Die Theaterleitung steht nach dem Auftauchen des anonymen Briefs in der Kritik, doch stützen keine offiziellen Unterschriften die darin erhobenen Vorwürfe. Stolz’ Amtszeit fällt mit künstlerischen und finanziellen Erfolgen zusammen, darunter Rekordbesucherzahlen und eine ausgeweitete Jugendförderung. Die Situation spaltet die Belegschaft, während das Haus sein geplantes Programm weiterverfolgt.

Quelle