09 May 2026, 14:01

AfD-Politiker Tillschneider provoziert mit umstrittener Geschichtsdeutung zum 81. Befreiungstag

Buch mit dem Titel 'Deutsches Kolonial-Feitung' vom 11/1940, das Adolf Hitler auf dem Cover zeigt, von einer Person gehalten, umgeben von anderen mit Mützen.

AfD-Politiker Tillschneider provoziert mit umstrittener Geschichtsdeutung zum 81. Befreiungstag

Im Mai 2026 äußerte Dr. Hans-Thomas Tillschneider, stellvertretender Landesvorsitzender der AfD in Sachsen-Anhalt, umstrittene Ansichten zur deutschen Nachkriegsgeschichte. Seine Äußerungen fielen zum 81. Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus. Die Aussagen stellten etablierte Perspektiven auf das nationale Gedächtnis und die Identität infrage.

Tillschneider erkannte zwar die Befreiung von der NS-Herrschaft 1945 an, bezeichnete die militärische Totalniederlage Deutschlands jedoch als die „Amputation riesiger deutscher Kulturlandschaften“. Zudem wies er die historische Rede des damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker aus dem Jahr 1985 als „geistige Kapitulation“ zurück.

Der AfD-Politiker argumentierte, die Deutschen hätten sich im Nachhinein auf die Seite der Sieger gestellt, um Schuldgefühle zu vermeiden. Er kritisierte eine „absurde Schuldkultur“ und „imaginäre Kollektivschuld“ im Nachkriegsdeutschland. Stattdessen forderte er eine „normale deutsche Identität“, frei von dem, was er als „ewige Vergangenheitsbewältigung als dauernde Buße“ bezeichnete.

Beobachter wiesen darauf hin, dass Tillschneiders Aussagen Teil einer breiteren Strategie der AfD in Sachsen-Anhalt seien. Die Partei versuche wiederholt, historische Narrative umzudeuten und die Grundpfeiler des deutschen Geschichtsverständnisses nach 1945 infrage zu stellen. Kritiker warnten, solche Positionen könnten das Land in eine „geistige Isolation“ zurückdrängen, statt in eine „stolze Zukunft“ zu führen.

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Tillschneiders Äußerungen unterstrichen die anhaltenden Bemühungen der AfD, das deutsche Geschichtsbild zu hinterfragen. Seine Ablehnung etablierter Erzählungen von Schuld und Niederlage markierte einen deutlichen Bruch mit dem politischen Mainstream. Die Aussagen verdeutlichten zudem den Versuch der Partei, die nationale Identität in Sachsen-Anhalt und darüber hinaus neu zu definieren.

Quelle